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    Entwurfskonzept Schutzmantel Maria
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Pfarrkirche Tübach/Schweiz

Altar- u. Ambogestaltung

 

 

Entwurfskonzept

Basierend auf den ikonographischen Heiligenattributen von Maria, die Kirchenpatronin der Pfarrkirche von Tübach.

 

Blauer Schutzmantel mit goldenem Beiwerk

 

 

Blau

Die Farbe Blau gedenkt der Mutter Gottes, der Himmelskönigin.

Die Farbe blau entspricht der Farbe des Firmamentes, ist daher Sinnbild des Himmels und des Himmlischen.

Ein berühmtes Beispiel dieser Darstellung ist der Genter Altar der flämischen Maler Jan und Hubert van Eyck aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, auf dem Maria in einen prachtvollen blauen Mantel mit Edelsteinen derselben Farbe vor einem goldenen Hintergrund abgebildet ist.

Blau galt früher als liturgische Farbe und war eine beliebte Farbe im Mittelalter.

In der christlichen Kunst wurde die Gottesmutter Maria sehr oft mit der früher besonders teuren und daher edlen Farbe blau dargestellt. Die Farbe des Himmels, der Freiheit, der Sehnsucht ist so zu einem Sinnbild für Maria geworden. So wird vor allem an Orten, die der Gottesmutter geweiht sind, die liturgische Farbe blau heute noch verwendet, vor allem bei Gottesdiensten, in denen besonders der Mutter des Herrn gedacht wird.

Seit dem 15. Jahrhundert wird die Gottesmutter in der Kunst häufig, aber nicht ausschließlich, mit hell- oder mittelblauem Mantel dargestellt, während die ältere, byzantinische Richtung durch schwärzlich-dunkelroten oder dunkelblauen Purpur die königliche Würde der Theotokos betont.

 

Schutzmantel - Maria, hilf den Christen!

Die Mutter Gottes wird unter dem Ausruf „Maria, hilf den Christen! (Mariahilf) verehrt. Der Schutz von der Mutter Gottes Maria wird in Form eines umhüllenden purpurnen Mantels über die Gläubigen dargestellt.

Das Motiv basiert zunächst allgemein auf dem Rechtsbrauch des Mantelschutzes, wonach man einer Person durch Bedecken mit seinem Mantel rechtlichen Schutz gewähren konnte. Maria als Schulzmantelmadonna ist seit dem 13.Jahrhundert ein beliebtes Motiv. Unter Ihrem blauen Mantel finden Gläubige den erhofften Schutz.

 

12 Apostel

Am Altar wird nachvollzogen was Jesus den 12 Aposteln beim letzten Abendmahl aufgetragen hat. „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Die 12 Stäbe, Symbol der 12 Apostel, im Inneren des Altar bilden die Stütze des Mensa.

Die 12 Apostel werden vom blauen schweren Schutzmantel der Mutter Gottes ummantelt.

 

Altar

Der Altar formt sich aus 12 Bronzestützen, die ikonographisch für die 12 Apostel stehen. Die 12 Apostel werden vom blauen schweren Schutzmantel der Mutter Gottes ummantelt.

Die umschliessenden 4 Elementplatten, sind aus jeweils 3- lagigen Dallglasscheiben hergestellt. Die Glaselemente  werden in jede Himmelsrichtung umschließenden Stössen gesetzt. Dies Stellung erzeugt eine elementare Dynamik. Die schweren Glasplatten und die 12 Bronzestützen bilden gemeinsam den Stipes des Altars.

Die Mensa ist eine massive Glasplatte die auf den 12 Bronzestützen ruht und mit diesen über „goldene Köpfe“ (Gelenke) verbunden ist. In die Mensa ist das goldene Christusmonogramm  (übereinander geschriebene Buchstabe n X und P) eingelassen.

Der Altar ist ein Symbol des Leibes Christi, der „Tisch des Herrn“. Um diesen versammelt sich die Gemeinde, im inneren Kern die 12 Apostel um den letztlich nicht abbildbaren Leib Christi.

Im Entwurf wird dies als ein gewisser Schimmer als Reflexion einer goldenen Grundplatte interpretiert. Die goldene Platte wird von aussen angestrahlt, reflektiert und macht die 12 Bronzestäbe sichtbar.

Die Reliquie wird in der Basis des Altars beigesetzt, unterhalb der goldenen Platte in einem gelblichen Rohrschacher Natursteinblock.

 

Ambo

Der Ambo ist der „Tisch des Wortes“, der Ort der Verkündung. Hier wird das Evangelium verkündet. Entsprechend basiert der Ambo auf 4 Bronzestützen die die 4 Evangelisten symbolisieren. Diese 4 Stützen halten die Platte auf dem das Evangelium zur Verkündigung gelegt wird. Das Buch wird von 2 unterschiedlich hohen Bronzestäben schräg gehalten. In der Platte ist ein goldener Fisch eingelassen - als das Symbol Christi im frühen Christentum.

Auch der gesamte Ambo wird mit dem blauen transluzenten Schutzmantel der Mutter Gottes ummantelt. Als Zentrum wird wieder die goldene Platte, die einen Schimmer Licht erzeugen soll. eingelegt. Dies erfolgt sowohl durch Tageslicht wie auch durch die seitliche Anstrahlung in der Kunstlichtsituaion.

 

 

Auftraggeberin:

Kath. Kirchengemeinde und Pfarrei Tübach
Kirchenstrasse 17
9227 Tübach
Schweiz

Beurteilungsgremium:
Baukommission Krichengemeinde Tübach
Liturgiekommission St. Gallen
RLC Architekten 

 

Zeitrahmen:
Beauftragung Studie : 21.Oktober 2020
Präsentation Studie : Anfang Dezember 2020
Präsentation Liturgiekomission : Ende Januar 2021
Einweihung : 26. September 2021

 

MATERIAL ALTAR

Mensa

Leib Christi - 3-lagige massive Dallglasplatte mit goldenem Christusmonogramm (X/P)

Stipes

Blauer Schutzmantel - 3-lagiges ummantelndes Dallglas, transluzent

12 Apostel - 12 Bronzestäbe

Basis

Gelber Rohrschacher Sandsteinblock mit Goldplatte

auf Grundkonstruktion

 

Effekt

Massive Elemente

Leicht transparent, transluzent

Bei Messe leichter Schimmer durch  reflektierende goldene Platte im inneren durch Anstrahlung

 

 

MATERIAL AMBO

Platte

3-lagige massive Dallglasplatte mit  goldenem Christusmonogramm (Fisch)

2 Bronzestäbe als Buchstütze

Seiten

Blauer Schutzmantel - 3-lagiges ummantelndes Dallglas, transluzent

4 Evangelisten - 4 Bronzestäbe

Basis

Gelber Rohrschacher Sandsteinblock mit Goldplatte

 

Effekt

Massive Elemente

Leicht transparent, transluzent

Bei Lesung eichten Schimmer durch reflektierende

Goldenen Platte im inneren durch Anstrahlung